Wahl zum Stiftungsrat der Pensionskasse Post, ein Rückblick

Wahl zum Stiftungsrat der Pensionskasse Post, ein Rückblick

Zum ersten Mal in der Geschichte der Pensionskasse Post, welche seit dem Jahr 2002 so heisst, konnten die aktiv und teilaktiv Versicherten den Stiftungsrat der Pensionskasse Post selber wählen. Zumindest den Arbeitnehmerteil. Der Stiftungsrat setzt sich paritätisch zusammen aus fünf Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern. Die Post entsendet ihre Mitglieder mit einem Mandat. Deshalb sollte der Arbeitnehmeranteil auch gut durch die Gewerkschaften, allen voran natürlich syndicom, vertreten werden. Bislang wurden vier Vertreter von syndicom und einer von Transfair bestimmt. Die Wahl gilt für die Amtsperiode von vier Jahren, startend im Januar 2018.

Eine wegweisende Wahl, denn es geht hier um die Zukunft, die finanzielle Zukunft unserer Renten. Die Wahl fand nach dem Proporzsystem statt. Also nach Listenstimmen. So entschied sich syndicom für fünf Personen, welche aus einem Auswahlverfahren von gut zwanzig Bewerbungen bestimmt wurde. Die Kandidierenden wurden durchleuchtet, mussten Lebenslauf und Motivationsschreiben erstellen, Betreibungs- und Strafregisterauszug einreichen.

Die fünf nominierten waren Ephrem Theurillat, einziger bisheriger Stiftungsrat, Matteo Antonini, unterdessen gewählt als GL-Mitglied syndicom und Leiter Sektor 1, Logistik. Des Weiteren stellten sich Andrea Spring, Daniela Wenger und meine Wenigkeit, Markus Zeugin zur Wahl, und wurden auf die Wahlliste syndicom aufgenommen.

Nun begann die richtige Arbeit: Wahlkampf. Denn es gab auch eine Liste von Transfair mit fünf Kandidaten und eine freie Liste mit zehn Bewerberinnen und Bewerbern, je nachdem auch ohne gewerkschaftlichen Hintergrund und Motivation. Und da unsere Renten abhängig sind vom Umwandlungssatz, sollte an diesem nicht weiter gerüttelt werden. Denn bereits beschlossen ist eine weitere Senkung dieses entscheidenden Prozentsatzes per 2018.

Der Wahlkampf begann mit einer geballten Telefonaktion, an der zuerst weitere Helfer für eine zweite Runde „rekrutiert“ werden sollten. Dies gelang bestens, der Vorstand der Region Basel und auch weitere Helfer erklärten sich bereit, an drei Tagen unsere stimmberechtigte Mitgliedschaft über die Wichtigkeit dieser Wahl zu informieren. Es ergaben sich lustige Gespräche, die Abstimmungsunterlagen wurden zum Teil am Telefon ausgefüllt, zum Teil aus dem Altpapier geholt, Versprechungen gemacht, Nachbestellungen bei der Pensionskasse veranlasst etc.

Bis zum 27. Oktober mussten die Unterlagen bei der Pensionskasse eingereicht sein! Und das Ergebnis steht fest, die Wahl ist vollzogen. Leider hat es für syndicom nicht für die angestrebten fünf Sitze gereicht, es sind daraus deren drei geworden. Ein Rückschlag für syndicom. Transfair und die „Freien“ konnten je einen Sitz gewinnen.

Gewählt wurde ich persönlich nicht, habe aber dreimal so viele Stimmen erhalten wie die Gewählten von Transfair und der freien Liste. Besten Dank an Alle, die mich gewählt haben. Die Resultate sind im Internet unter www.pkpost.ch zu finden.

Ich möchte mich auch ganz herzlich für die grosse Unterstützung bedanken, die mir wiederfahren ist und hoffe, auch ein anderes Mal darauf zählen zu dürfen.

Markus Zeugin

 

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Rosmarie Gerber

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